Wann ein CMS sinnvoll ist — und wann nicht
Nicht jede Website braucht ein CMS. Entscheidend ist allein: Wie oft werden sich die Inhalte ändern?
Sie pflegen regelmäßig selbst
- Praxis-Termine, Sprechzeiten, Vertretungen
- Vereins-News, Ankündigungen, Termine
- Atelier-Ausstellungen, neue Werke
- Restaurant-Speisekarte, Öffnungszeiten
- Blog-/Artikel-Veröffentlichungen
Inhalte bleiben weitgehend statisch
- Visitenkarte mit Kontakt und Angebot
- Selten Änderungen (1–2× pro Jahr)
- Updates per E-Mail an mich, ich pflege
- Schneller, robuster, wartungsärmer
- Geringere laufende Kosten
Die Systeme, mit denen ich arbeite
Es gibt eine Vielzahl an CMS am Markt. Ich beschränke mich auf wenige, bewährte — aus einem einfachen Grund: Sie sollen nicht von mir abhängig sein. Was viele Entwickler kennen, lässt sich später leicht übergeben.
Wichtige Unterscheidung: gemeint ist die selbst-gehostete Open-Source-Software (oft WordPress.org genannt), nicht der gehostete Plattform-Dienst WordPress.com von Automattic — letzterer fällt eher in die Site-Builder-Kategorie.
Wovon ich abrate
Exotische Nischen-CMS
Systeme, die nur eine einzelne Agentur kennt oder selbst entwickelt hat. Klingt nach „maßgeschneidert" — bedeutet aber: bei Wechsel müssen Sie alles neu bauen, weil niemand sonst das System pflegen kann. Sie sind dann nicht Eigentümer Ihrer Website, sondern Mieter.
„Custom-CMS auf Maß"
Ein komplett selbst entwickeltes CMS klingt nach „passt perfekt zu uns". In der Praxis: jeder Sicherheits-Patch, jedes Update muss bezahlt werden. Bewährte Systeme wie WordPress bekommen kostenlose Updates von tausenden Entwicklern weltweit.
Site-Builder sind kein CMS
Im Alltag werden Wix, Jimdo, Squarespace oft als CMS bezeichnet. Technisch sind sie Site-Builder — und das ist ein wichtiger Unterschied.
WordPress, Kirby …
- Läuft auf Ihrem eigenen Hosting
- Code und Inhalte gehören Ihnen
- Bei Anbieter-Wechsel: Mitnahme möglich
- Standard-Schnittstellen, Standard-Exporte
Wix, Jimdo, Squarespace …
- Läuft nur auf der Plattform des Anbieters
- Inhalte exportierbar, Layout/Design/Konfiguration bleiben beim Anbieter
- Laufende Plattform-Gebühr, kein eigenes Hosting
Site-Builder sind nicht generell schlecht — für eine schnelle Lösung ohne Aufwand kann das passen. Aber: was Sie dort bauen, gehört Ihnen nicht im selben Sinne wie eine eigene WordPress-Installation. Wenn Souveränität über Ihre Website wichtig ist, ist ein echtes CMS der bessere Weg.
Auf welchem Fundament läuft das CMS?
Das CMS ist die Pflege-Schicht Ihrer Website — die Frage, worauf das CMS technisch aufsetzt, ist eine separate. WordPress läuft auf einem eigenen PHP-Stack. Kirby auch. Headless-CMS wie Storyblok oder Decap laufen über einer statischen Bauweise wie Astro.
Welches CMS passt zu Ihrem Projekt?
Hängt von Ihrer Pflege-Realität ab — und davon, wie unabhängig Sie sein wollen. Erzählen Sie mir Ihre Situation — ich sage Ihnen ehrlich, ob ein CMS sinnvoll ist und wenn ja, welches. Kostenlos und unverbindlich.
Kostenloses ErstgesprächStand: Frühsommer 2026. Diese Seite ist ein technisch-praktischer Erklärtext, keine erschöpfende Marktübersicht. CMS-Landschaften ändern sich; Empfehlungen können sich verschieben. Alle genannten Systeme nutze ich ohne Affiliate-Vereinbarung.