Frage aus dem Erstgespräch

Was ist ein CMS?

CMS steht für Content Management System — das Werkzeug, mit dem Sie die Inhalte Ihrer Website (Texte, Bilder, Termine, News) selbst pflegen können, ohne Code zu schreiben. Wie ein Schaufenster, das Sie selbst umdekorieren — ohne den Laden umzubauen. Hier erkläre ich, wann eines sinnvoll ist, welche ich einsetze — und wovon ich abrate.

Inhalt

Wann ein CMS sinnvoll ist — und wann nicht Welche CMS ich einsetze Wovon ich abrate Site-Builder ≠ CMS Verwandtes Thema: Bauweise (Stack)
Kurzfassung Ob ein CMS sinnvoll ist, hängt nur an einer Frage: wie oft sich Ihre Inhalte ändern. Wer monatlich oder häufiger selbst etwas pflegt, für den lohnt sich ein CMS. Wer einmal im Jahr die Telefonnummer aktualisiert, braucht keines — eine statische Seite reicht, ist schneller und wartungsärmer. Was zu Ihrer Pflege-Realität passt, klären wir im Erstgespräch.

Wann ein CMS sinnvoll ist — und wann nicht

Nicht jede Website braucht ein CMS. Entscheidend ist allein: Wie oft werden sich die Inhalte ändern?

Mit CMS

Sie pflegen regelmäßig selbst

  • Praxis-Termine, Sprechzeiten, Vertretungen
  • Vereins-News, Ankündigungen, Termine
  • Atelier-Ausstellungen, neue Werke
  • Restaurant-Speisekarte, Öffnungszeiten
  • Blog-/Artikel-Veröffentlichungen
Ohne CMS

Inhalte bleiben weitgehend statisch

  • Visitenkarte mit Kontakt und Angebot
  • Selten Änderungen (1–2× pro Jahr)
  • Updates per E-Mail an mich, ich pflege
  • Schneller, robuster, wartungsärmer
  • Geringere laufende Kosten

Die Systeme, mit denen ich arbeite

Es gibt eine Vielzahl an CMS am Markt. Ich beschränke mich auf wenige, bewährte — aus einem einfachen Grund: Sie sollen nicht von mir abhängig sein. Was viele Entwickler kennen, lässt sich später leicht übergeben.

WordPressStandard · 90–95 % meiner Projekte
Das meistverbreitete CMS der Welt — und genau das ist der Punkt. Marktdurchsetzung als Sicherheit: Sie finden überall Fachleute, die das System kennen. Sie sind nie auf eine einzelne Person angewiesen. Der Block-Editor (Gutenberg) macht das Pflegen verständlich auch ohne Vorkenntnisse — bei mir seit Anfang 2026 der Standard; für bestehende Elementor-Projekte stehe ich auf Anfrage zur Verfügung.

Wichtige Unterscheidung: gemeint ist die selbst-gehostete Open-Source-Software (oft WordPress.org genannt), nicht der gehostete Plattform-Dienst WordPress.com von Automattic — letzterer fällt eher in die Site-Builder-Kategorie.
KirbySchlank · Datei-basiert
Deutsche Entwicklung, schlank, ohne Datenbank — Inhalte liegen als einfache Dateien. Sehr editorial im Gefühl, weniger Plugin-Welt, mehr handwerkliche Kontrolle. Habe ich bisher für zwei Projekte eingesetzt (Stand Frühsommer 2026) — passt, wenn Editorial-Anspruch und Leichtgewicht wichtiger sind als das große Plugin-Ökosystem von WordPress. Auf Anfrage eine Option.
HeadlessStoryblok · Decap
„Headless" heißt: das CMS verwaltet nur die Inhalte, die Darstellung übernimmt ein moderner statischer Stack (z.B. Astro). Komfortabel zu pflegen, schnell ausgespielt. Storyblok habe ich z.B. für das Foto-Portfolio von Carmen eingesetzt. Decap (früher Netlify CMS) ist eine kostenlose Open-Source-Variante. Für Editorial-anspruchsvolle Websites mit moderner Bauweise.

Wovon ich abrate

Risiko: Lock-in

Exotische Nischen-CMS

Systeme, die nur eine einzelne Agentur kennt oder selbst entwickelt hat. Klingt nach „maßgeschneidert" — bedeutet aber: bei Wechsel müssen Sie alles neu bauen, weil niemand sonst das System pflegen kann. Sie sind dann nicht Eigentümer Ihrer Website, sondern Mieter.

Risiko: Wartungslast

„Custom-CMS auf Maß"

Ein komplett selbst entwickeltes CMS klingt nach „passt perfekt zu uns". In der Praxis: jeder Sicherheits-Patch, jedes Update muss bezahlt werden. Bewährte Systeme wie WordPress bekommen kostenlose Updates von tausenden Entwicklern weltweit.

Was Lock-in konkret bedeutet Wenn Sie Ihre Inhalte später nicht ohne Aufwand aus dem System holen können, sitzen Sie fest. Bei WordPress, Kirby, Storyblok und Decap gibt es Standard-Exportwege. Bei Custom-Systemen oft nicht.

Site-Builder sind kein CMS

Im Alltag werden Wix, Jimdo, Squarespace oft als CMS bezeichnet. Technisch sind sie Site-Builder — und das ist ein wichtiger Unterschied.

CMS (im engeren Sinn)

WordPress, Kirby …

  • Läuft auf Ihrem eigenen Hosting
  • Code und Inhalte gehören Ihnen
  • Bei Anbieter-Wechsel: Mitnahme möglich
  • Standard-Schnittstellen, Standard-Exporte
Site-Builder

Wix, Jimdo, Squarespace …

  • Läuft nur auf der Plattform des Anbieters
  • Inhalte exportierbar, Layout/Design/Konfiguration bleiben beim Anbieter
  • Laufende Plattform-Gebühr, kein eigenes Hosting

Site-Builder sind nicht generell schlecht — für eine schnelle Lösung ohne Aufwand kann das passen. Aber: was Sie dort bauen, gehört Ihnen nicht im selben Sinne wie eine eigene WordPress-Installation. Wenn Souveränität über Ihre Website wichtig ist, ist ein echtes CMS der bessere Weg.

Auf welchem Fundament läuft das CMS?

Das CMS ist die Pflege-Schicht Ihrer Website — die Frage, worauf das CMS technisch aufsetzt, ist eine separate. WordPress läuft auf einem eigenen PHP-Stack. Kirby auch. Headless-CMS wie Storyblok oder Decap laufen über einer statischen Bauweise wie Astro.

Konkret werden

Welches CMS passt zu Ihrem Projekt?

Hängt von Ihrer Pflege-Realität ab — und davon, wie unabhängig Sie sein wollen. Erzählen Sie mir Ihre Situation — ich sage Ihnen ehrlich, ob ein CMS sinnvoll ist und wenn ja, welches. Kostenlos und unverbindlich.

Kostenloses Erstgespräch

Stand: Frühsommer 2026. Diese Seite ist ein technisch-praktischer Erklärtext, keine erschöpfende Marktübersicht. CMS-Landschaften ändern sich; Empfehlungen können sich verschieben. Alle genannten Systeme nutze ich ohne Affiliate-Vereinbarung.