Ehrlicher Technik-Erklärer

DSGVO & Impressum — was Sie wirklich brauchen

„Ich brauche doch nur eine Datenschutzerklärung“ — stimmt nicht ganz. Es gibt zwei getrennte Pflichten, und viele haben nur an eine davon gedacht. Hier erkläre ich, was wirklich nötig ist, welche Tools gut sind — und was ich technisch für Sie übernehme, ohne Rechtsberatung zu sein.

Inhalt

Die zwei Pflichten — und warum viele das nicht wissen Wann brauchen Sie überhaupt ein Cookie-Banner? Das Impressum — die unterschätzte Pflicht Welche Tools sind gut? Was ich für Sie übernehme
Kurzfassung DSGVO ist nicht eine Pflicht, sondern zwei: die Datenschutzerklärung und — sobald externe Dienste laden — die echte Cookie-Einwilligung. Dazu kommt das Impressum, das fast jeder braucht. Wer kein Analytics, kein fremdes Tracking einsetzt und Google Fonts lokal hostet, braucht in vielen Fällen gar kein Banner. Ich richte die Technik sauber ein und empfehle den passenden Generator — die Inhalte und die rechtliche Verantwortung bleiben bei Ihnen; für Verbindliches fragen Sie einen Anwalt.

Nicht eine Pflicht — zwei.

Die meisten denken: „Ich hab eine Datenschutzerklärung, fertig." Das reicht aber nicht. Die DSGVO-Pflichten für eine Website teilen sich in zwei getrennte Bereiche:

Pflicht 1

Datenschutzerklärung

Ein Text auf Ihrer Website, der erklärt: welche Daten Sie sammeln, warum, wie lange Sie sie speichern, und welche Rechte Besucher haben. Pflicht nach DSGVO Art. 13.

  • Muss von jeder Seite leicht erreichbar sein
  • Muss alle genutzten Dienste benennen
  • Muss aktuell gehalten werden
Pflicht 2 (oft vergessen)

Cookie-Einwilligung

Ein technisches Tool, das externe Dienste (Google Analytics, Facebook, etc.) blockiert, bis der Besucher aktiv zustimmt. Ein reiner „Hinweis-Banner" ohne echte Blockierung reicht nicht.

  • Muss Ablehnung genauso leicht machen wie Zustimmung
  • Dienste dürfen erst NACH Zustimmung laden
  • Einwilligungen müssen dokumentiert werden
Die gute Nachricht Wer keine externen Tracking-Dienste einsetzt — kein Google Analytics, keine Social-Media-Buttons, Google Fonts lokal gehostet — braucht in vielen Fällen gar kein Cookie-Banner. Nur die Datenschutzerklärung. Das ist einfacher, schneller und macht die Website schneller.

Wann brauchen Sie ein Cookie-Banner?

Das kommt auf die eingesetzten Dienste an. Hier die ehrliche Übersicht:

Kein Banner nötig (wenn Sie das beachten) Nur eigene Cookies (WordPress-Login, Session), Kontaktformular ohne externe Dienste, Google Fonts lokal gehostet, kein Analytics, kein Tracking, keine Social-Media-Einbindungen.
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Banner erforderlich Google Fonts von Google-Servern geladen, Google Analytics oder Google Tag Manager, YouTube-Videos eingebettet, Google Maps, Facebook/Instagram-Pixel oder Buttons, externe Schriftarten von Drittanbietern.
Mein Ansatz für kleine Websites Ich hoste Google Fonts standardmäßig lokal — das eliminiert einen der häufigsten Auslöser. Analytics setze ich nur ein, wenn der Kunde es ausdrücklich möchte. So bleibt die Seite technisch sauber und braucht oft gar kein Banner.
Achtung: „Fake-Banner" Ein Banner, das nur „OK"-Buttons zeigt, ohne wirklich Dienste zu blockieren, ist keine rechtskonforme Lösung — sondern unter Umständen schlimmer als gar kein Banner, weil es Einwilligung suggeriert, ohne sie einzuholen.

Das Impressum — Pflicht für fast jeden

Die große Mehrheit der deutschen Websites unterliegt der Impressumspflicht nach dem DDG (früher TMG). Wer gewerblich tätig ist — also auch Freiberufler, Selbstständige, Vereine mit wirtschaftlicher Tätigkeit — braucht ein vollständiges Impressum.

Was rein muss

Pflichtangaben

  • Name und ladungsfähige Anschrift — wer die Privatadresse schützen will: Impressum-Adressdienst
  • E-Mail-Adresse (Pflicht!)
  • Register und Registernummer, falls eingetragen (z.B. Handels- oder Vereinsregister)
  • Bei reglementierten Berufen: Kammer, Berufsbezeichnung
  • Bei Ärzten/Therapeuten: Zulassungsbehörde
  • Umsatzsteuer-ID (wenn vorhanden)
Häufige Fehler

Was oft fehlt

  • Nur ein Kontaktformular statt E-Mail-Adresse
  • Keine Berufsbezeichnung bei reglementierten Berufen
  • Falsche oder fehlende Angaben zur Aufsichtsbehörde
  • Impressum nicht von jeder Seite in max. 2 Klicks erreichbar
  • Veraltete Adresse nach Umzug

Für Arztpraxen, Therapeuten und andere reglementierte Berufe gibt es zusätzliche Pflichtangaben — Kammerzugehörigkeit, Berufsordnung, Zulassungsbehörde. Das ist ein häufiger Abmahngrund, weil viele Generatoren diese Felder weglassen, wenn man sie nicht explizit auswählt.

Welche Generatoren und Tools sind gut?

Es gibt viele — aber nicht alle sind gleich gut gepflegt. Hier meine ehrliche Einschätzung der wichtigsten:

Für Datenschutzerklärung & Impressum

Empfohlen

datenschutz-generator.de

Erstellt von einem Rechtsanwalt und TÜV-zertifizierten Datenschutzbeauftragten. Wird regelmäßig aktualisiert. Gratis für kleine Umsätze (bis 5.000 € brutto/Jahr); darüber eine günstige Einmal-Lizenz. Deckt explizit Ärzte, Therapeuten, Vereine ab. Kein Konto nötig für die kostenlose Nutzung. datenschutz-generator.de →

Kostenlos (Basis)

eRecht24 Impressum- & Datenschutz-Generator

Sehr bekannt, von Rechtsanwalt Sören Siebert. Kostenlose Basisversion für Impressum und einfache Datenschutzerklärung. Kostenpflichtige Premium-Version bietet automatische Updates, Cookie-Tool und Kundenprojekt-Verwaltung — Konditionen aktuell auf e-recht24.de →

Kostenlos

adsimple.de Datenschutz-Generator

Österreichischer Anbieter, funktioniert für Deutschland, kostenlos mit einmaligem Website-Scan (regelmäßige Scans nur in der Bezahlversion; die Gratis-Nutzung setzt einen kleinen Quellverweis auf AdSimple voraus). Gute Alternative, wenn die anderen nicht passen. adsimple.de →

Für Cookie-Banner (nur wenn nötig)

WordPress · Empfohlen

Borlabs Cookie

Speziell für WordPress entwickelt, deutsches Tool aus Hamburg. Blockiert externe Dienste (Google Maps, YouTube, Schriften) technisch korrekt, integriert sich sauber ins Backend, ist auf die Anforderungen in Deutschland ausgelegt. Jahreslizenz rund 49 € für eine Website (Stand Frühsommer 2026). Die Lizenz läuft auf Ihren Namen — analog zu Domain und Hosting. Einrichtung und Konfiguration übernehme ich, das Tool gehört Ihnen. borlabs.io →

Achtung

KI / ChatGPT für Datenschutztexte

Als Werkzeug für Recherche und Orientierung hilfreich, als alleinige Lösung rechtlich riskant — die Texte sind oft zu allgemein und berücksichtigen keine individuellen Tools oder DSGVO-Details. Recht ist Spezialarbeit, ein bewährter Fachgenerator ist hier die bessere Wahl.

Wichtig für Arztpraxen und Therapeuten Wählen Sie beim Generator explizit Ihren Berufsstand aus. Generatoren, die keine Differenzierung nach Berufsgruppe haben, erzeugen oft unvollständige Texte für reglementierte Berufe. datenschutz-generator.de hat dafür explizite Felder.

Was ich technisch übernehme — und was nicht

Das mache ich

Technische Umsetzung

  • Impressum-Seite technisch einrichten
  • Datenschutzseite technisch einrichten
  • Google Fonts lokal hosten (kein Banner nötig)
  • Cookie-Banner einrichten wenn nötig
  • Sicherstellen, dass alles von jeder Seite erreichbar ist
  • Generator-Auswahl empfehlen und erklären
Das machen Sie

Inhaltliche Verantwortung

  • Ihre korrekten Kontaktdaten eintragen
  • Berufsbezeichnung und Kammer angeben
  • Texte im Generator konfigurieren
  • Bei Unsicherheit: einen Anwalt fragen
  • Texte aktuell halten, wenn sich was ändert

Ich bin kein Anwalt und berate nicht rechtlich. Ich baue die technische Grundlage — Sie tragen die Verantwortung für die Inhalte. Sie tragen Ihre Angaben in den Generator ein und verantworten sie, ich kümmere mich um die saubere technische Einbindung. Für verbindliche rechtliche Fragen empfehle ich einen spezialisierten Anwalt für Internetrecht.

Konkret werden

Sie wollen Datenschutz, Impressum & Cookies technisch sauber aufgesetzt haben?

Erzählen Sie mir, was Sie haben — welche Dienste Sie nutzen, welche Branche. Ich sage Ihnen meine handwerkliche Einschätzung, was technisch ansteht und was nicht — die rechtsverbindliche Bewertung macht ein Anwalt, eine erste Einordnung gebe ich gerne.

Kostenloses Erstgespräch

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